Donald Trump und die Märkte

Donald TrumpEin Bericht von Vermögensverwalter Michael Reuss, welches auf finanzen.net veröffentlicht wurde, macht Anlegern und dem Markt nach der Wahl des neuen US-Präsidenten Hoffnungen auf eine positive Entwicklung. Doch wie kann Donald Trump, der doch in den Medien eher als Schreckgespenst als Hoffnungsträger dargestellt werden, positiv für die Märkte sein, da besonders Märkte empfindlich auf politische Ereignisse reagieren können. Wie kann Donald Trump also den Markt beeinflussen. Die wichtigsten Fakten haben wir für Sie zusammengefasst.

Zunächst einmal haben Europa und die USA ein gutes Wirtschaftswachstum und eine gute Beschäftigungsquote. Das sind schon gute Voraussetzungen für einen stabilen Markt, an dem gehandelt werden kann und wo auch Gewinne erwirtschaftet werden können. Doch es fehlt die Dynamik am Markt, so dass die Entwicklungen meist langsam sind und nur wenig Risiko eingegangen wird. Hier kommt nun der neue US-Präsident ins Spiel. Donald Trump möchte Veränderungen und das hat er bereits im Wahlkampf sehr deutlich gemacht. Seine Politik, die unter dem Motto „America first“ steht wird versuchen Kapital amerikanischer Unternehmen wieder ins Land zu holen. So kann der Markt in den USA wieder angekurbelt werden.

Nun fragen Sie sich aber bestimmt, wie Europa davon profitieren soll, wenn Kapital wieder in die USA fließt. Viele fürchten auch den Trump-Effekt in der europäischen Politik, in welcher der
immer stärker wird. Aber es ist wohl nicht damit zu rechnen, dass eine dieser Parteien in naher Zukunft eine Regierung bilden. Durch den Vormarsch der neuen populistischen Parteien sind wiederum etablierte Parteien aufgewacht und versuchen ihrerseits neuen Wind in die Politik und in die Wirtschaft zu bringen. Auch hier kann man also eine wachsende Dynamik erkennen, ohne direkten Einfluss von Donald Trump.

Zur Frage wie Niedrigzinsen die Wirtschaft und den Immobilienmarkt gefährden, lässt sich keine pauschale Antwort geben. Die EZB muss Rücksicht auf alle EU-Mitglieder nehmen, im Zweifel für die schwächeren Mitglieder. Mitgliedsstaaten wie Deutschland leiden natürlich darunter, Länder wie Griechenland oder Italien hingegen können sich über das historische Tief freuen. Anders als die US-Zentralbank, kann die EZB nicht so einfach die Zinsen erhöhen, sondern muss die Situation abwägen. Das Risiko einer Blasenbildung ist bei dieser Situation aber allgegenwärtig, so dass man hier wohl aufpassen muss.

Die momentan hohe Inflation in Deutschland ist aber kein Grund zur Beunruhigung, denn Sie ist auch teilweise Ergebnis des schlechten Wetters in den Südländern, sodass die Lebensmittelpreise angestiegen sind. Steigt der Öl-Preis, werden Reserven angezapft, um die Preise wieder zu senken. Die Inflation wird also wieder vorübergehen und ist somit nur ein temporärer Zustand.

Was wird nun dem Anleger geraten? Er sollte in verschiedene Bereiche investieren, also Festgeldkonto, Aktien und liquide Anlagen. Deutschland ist ein sehr träger Aktienmarkt und nur wenige Menschen investieren, obwohl die Chancen am Aktienmarkt ziemlich gut sind. Auch auf Dividende kann der Anleger hoffen. Besonders empfehlenswert sind Aktien von Unternehmen im digitalen Bereich. Es wird immer mehr auf Technik gesetzt, sodass man die Ausmaße noch nicht ganz abschätzen kann. Auch Gold wird in Zukunft wohl noch eine attraktive Anlagequelle sein.